Pröckl - Gebäudehüllen. Das passt.

Gebäudehüllen. Das passt.
Johann und Milda Pröckl mit ihren Kindern Hans, Helmut, Max, Kurt, Gerthold, Berta und Inge

 

Zeitgeschichtliches im Überblick

Im Münchner Abkommen von 1938 stimmten Großbritannien, Frankreich und Italien den Forderungen Hitlers zu. Die Sudetengebiete werden von der tschechoslowakischen Republik abgetrennt und Deutschland angegliedert. Die Tschechoslowakei wird an den Verhandlungen nicht beteiligt. Es folgt der Einmarsch ins Sudetenland. Der tschechoslowakische Staatspräsident Benesch tritt zurück. Ein Jahr später zerstört Hitler die Souveränität des Staates durch Errichtung des Protektorates Böhmen und Mähren mit militärischen Druck. Die Eroberung der deutschen Ostgebiete durch sowjetische Truppen löst eine Massenflucht aus. Aus Angst vor Übergriffen flieht die Bevölkerung. Ende des 2. Weltkrieges. Die Junideklaration der Siegermächte übergibt die Regierungsgewalt in Deutschland einem Alliierten Kontrollrat. Rückkehr der tschechoslowakischen Exilregierung unter Benesch nach Prag. Beginn der Vertreibung der Sudetendeutschen. 2,6 Millionen werden aus der Tschechoslowakei ausgewiesen.

Firmengeschichte

1938-1945
Johann und Milda Pröckl mit ihren Kindern Hans, Helmut, Max, Kurt, Gerthold, Berta und Inge. Die Familie führt in Steingrün einen gut gehenden Dachdeckermeisterbetrieb. Drei Gesellen, ein Lehrling und die drei ältesten Söhne arbeiten mit Johann Pröckl, mittlerweile Dachdeckermeister, zusammen. Der 2. Weltkrieg stürzt die Welt in eine Katastrophe. Angst, Hunger, Elend und Tod bestimmen das tägliche Leben. Die ursprüngliche Vereinbarung mit den Tschechischen Behörden, die es der Familie erlaubt, ihren Betrieb weiterzuführen wird hinfällig. Johann Pröckl wird 1946 ebenfalls wie die Bewohner von Steingrün mit seiner Familie vertrieben. Gerthold Pröckl, damals 10 Jahre alt, erinnert sich: »Wir mussten uns in der Dorfschule bei einem Flüchtlingskommissar melden und wurden dann in Viehwaggons aufgeteilt. Niemand wusste wohin wir fuhren. Plötzlich hieß es aussteigen. Wir waren in Arnstorf.« Circa 800 Flüchtlinge kommen aus den Ostgebieten nach Arnstorf, einem Ort mit 2.000 Einwohnern.